02. August 2009 §
Ich muss zugeben, ich hab zwar mit solchen Verlautbarungen natürlich gerechnet, allerdings nicht mit dieser Geschwindigkeit. Im Hamburger Abendblatt wird Familienministerin Frau von der Leyen wie folgt zitiert:
Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Der Straftatbestand Kinderpornografie ist klar abgrenzbar. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.
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15. Juli 2009 §
Die Vodafone-Kampagne erlaubt sich eine Peinlichkeit nach der anderen und verhöhnt dabei Interessierte und Kunden zu gleich, und das noch ziemlich amateurhaft. Man könnte wenigstens die vorgegaukelten Twitter-Accounts sein Eigen nennen.
Als wäre es noch nicht genug, veröffentlichte gestern Alexander Panczuk, seines Zeichens politischer Milchbubi Referent bei Vodafone, eine weitere Reaktion auf die Live-Pressekonferenz auf dem konzerneigenen Blog. Insbesondere der Schlusssatz lässt auf die Attitüde des Providers ganz tief blicken.
Um langfristig zu dem Thema eine sachliche Debatte zu führen, ist es aus unserer Sicht wichtig, den Extremfall Kinderpornographie aus der Diskussion um Internetsperren als erledigt ausklammern zu können.
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12. Juli 2009 §
Wie ist das eigentlich so, als PIRAT? Ich würde sagen, es fühlt sich nichtsdestotrotz gut an. Das Schiff ist doch durchaus komfortabel. Hier und da entstehen echte Freundschaften, manchmal wird sich gekloppt, und auch wenn ich der Meinung bin, dass der ein oder andere über die Planke gehört, im Großen und Ganzen ist es ein solide Schiffscrew auf die man sich verlassen kann.
Allerdings haben wir ein Problem. Eine Gruppe, die ich in meinem letzten Logbucheintrag noch nicht erwähnt hatte. Es sind die Freudenmädchen auf die man spätestens trifft, wenn mal wieder am Kai wegen Proviant angelegt werden muss. Manche von uns geben sich mit ihnen ab. Mal nur ganz kurz im Gespräch, mal für etwas länger. Ich bin ehrlich, mir sind diese Personen suspekt. Ich muss auch nicht an jedem Hafen Eine stehen haben. Noch dazu sind diese nicht sonderlich integer. Sie kennen nur aus Erzählungen unseren Codex, und das wofür wir gemeinsam einstehen, was wir gemeinsam erreichen wollen, was unser Ziel ist, auf welches wir zufahren. Unsere Gegner erahnen sie scheinbar nur vom Hören/Sagen. Aber wahrscheinlich vernebelt die viele Kundschaft ihnen auch nur das Hirn, so dass sie sich nicht immer so genau an alles erinnern können. Außerdem, sie verkaufen sich schlicht weg. Manche zählen sie als Mitglieder zu unserer Crew dazu. Ich nicht. Für mich sind sie schlimmer als Mitläufer. » Lies das Ende des Artikels «
25. Juni 2009 §
Ich bin etwas überrascht. Diese Diskussion war doch interessanter als eingangs erwartet. Es geht um die Phoenix-Runde, die gerade über den Äther lief.
Inhalt der Debatte, an der Alvar Freude, Ossi Urchs, Astrid Herbold und Jan Krone teilnahmen, war u.a. natürlich der Iran, Zensursula, aber auch die Medienkompetenz und die Rechtmäßigkeit im und des Internet(s).
Chris hat meiner Meinung nach das Resultat der Runde am besten ausformuliert:

Klar, für uns nicht informativ. Aber darum geht es auch nicht. Die Diskussion war produktiv. Man hat Argumente ausgetauscht, Standpunkte und Fakten konstatiert. Einfach sachlich diskutiert.
Produktiv deswegen, weil nur diese Art der Diskussionen uns weiter voran bringen und uns insgesamt näher zusammenbringen kann. Da mag es diese und jene Personen geben, die ich auch selbst entweder sehr oder gar nicht verstehen kann, die aber zu sehr in Extremen denken und schlussendlich auch irgendwann am Rande einer Gruppe in ihrer eigenen Blase vegetieren werden. So hart wie sich das anhören mag. Schubladendenken hat noch nie viel geholfen. Erst die Rekombination von verschiedenen, vertretbaren Ansichten, die ein Prämisse für die Zukunft bilden können, bringen uns einen Schritt nach vorne.
Das ist die einzige Chance, um eventuell eine gemeinsame Basis zu finden, auf der man etwas begründen kann, um schließlich im Kollektiv herauszufinden, was aus diesem Internetdingens sein kann und wird und mit der ein Konflikt beigelegt werden kann. So einfach ist die Laube.
Das gibt ein bisschen Hoffnung.
22. Juni 2009 §
Gestern Abend ist im Heise Forum ein Beitrag erschienen, der, durch einfache Recherche, zur Person Jörg Tauss einiges zu sagen hat.
Ich mag den Link an dieser Stelle vorerst nicht weiter kommentieren, aber der Schreiber hat in der Tat Recht, dass da einige Dinge nicht zusammen passen. Egal ob man Tauss’ eigene Aussagen, die entsprechende Medienberichterstattung oder prickelnde Details zur Immunitätsaufhebung dazu heranzieht.