19. Februar 2009 §

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Nachtrag: Mittlerweile gibt es eine kleine Stellungnahme von ProSiebenSat. 1 Media AG zu dem Fall. Man habe den Entwurf erst gestern gesehen und sei schockiert. Man habe die Agentur DDB nicht beauftragt, sie sei von sich aus an Lokalisten herangetreten, um an Kreativ-Wettbewerben teilzunehmen. Eine Abstimmung mit Lokalisten gäbe es nicht.
Eine Meldung jagt die nächste, was die tollen Social Networks angeht. Wieder einmal geht es um eine super pfiffige Idee für die eigene Marke zu werben und heute mal das ganze powered by ProSiebenSat.1 Media-Seuche Lokalisten.
Schöne Geschichte, die man uns da erzählen will. Im Übrigen erstellt von der Agentur DDB in Berlin Es steht jemand kurz vor seiner Hinrichtung durch Erhängen mit dem Strick. Schlussendlich wird er aus seiner Zelle gescheucht und zum Galgen geführt, wo ihn schon der Henker empfängt. Schon am Galgen hängend erkennen sich Henker und Gehängter. Sie sind Freunde, wie schön. Wohlmöglich auch noch bei Lokalisten. Dem Wohlfühl-Social-Network, wo Freunde sich noch helfen. Da ist es selbstverständlich, dass der Gehängte damit seiner Todesstrafe entgeht. Zum guten Schluss wird die kleine Bildergeschichte mit dem Slogan “It’s good to have friends.” abgerundet und mit dem Branding des Netzwerkes gekennzeichnet. Zu erwähnen sei noch, dass die beiden anderen hängengebliebenen Todeskandidaten wohl keine Lokalisten-Mitglieder waren.
Schon schlimm genug, dass überhaupt jemand auf die Idee kommt, so etwas graphisch umzusetzen. Noch dazu für eine Werbekampagne. Noch sehr viel schlimmer ist dann aber, dass solch ein Mist auch noch von zuständigen Personen abgenickt wird. Diese Aktion schlägt schlichtweg dem Fass den Boden aus. Da können sich die Verantwortlichen bei Lokalisten nur wünschen, dass da auch jemand so freundlich zu ihnen sein wird, sobald sich die Pforten dieses Web 2.0-Dienstes irgendwann schließen werden.
via
25. Oktober 2008 §
Klar, was die Kontakte in sozialen Netzwerken und deren Wertigkeit angeht (v.a. wenn es sich dabei um reine Online-Bekanntschaften handelt), muss man nicht groß diskutieren. Das Ganze kann selten subjektiv sehr vom Normalbild abweichen oder jenes sieht so wie bei den meisten aus: lose Bekanntschaften ohne große Bedeutung.
Dennoch finde ich den Artikel von Hal Niedzviecki in der NYTimes sehr amüsant und lesenswert. Da beschreibt er seinen Selbstversuch. Party planen, alle 700 Kontakte einladen und abwarten wer kommt. Aber lest selbst!
26. September 2008 §
Sieben soziale Netzwerke waren Untersuchungsgegenstand bei einer Studie des Fraunhofer-Institutes für sichere Informationtechnologie: MySpace, Facebook, StudiVZ, Wer-kennt-wen, lokalisten für die Privatanwenderseite, und für Geschäftsleute die Netzwerke XING und LinkedIn.
Entscheidend für die Bewertung hinsichtlich des Datenschutzes und der Privatsphäre waren bspw. welche Daten bei der Anmeldung erforderlich waren, mögliche Nutzung eines Pseudonyms, wie die Suchfunktionen der genannten Plattformen vorgeht bzw. bedienbar ist oder wie (un)kompliziert die Abmeldung von Statten geht.
Wirklich überzeugt hat keines der Portale und so titelt das Fraunhofer auf seiner Seite auch “Social-Networking-Portale gefährden Privatsphäre“.
Wer sich für Social Networks interessiert bzw. selbst bei manchen angemeldet ist, sollte mal einen Blick riskieren.
via golem
19. Juli 2008 §
Lügen und Intrigen geben schönen Zündstoff fürs wahre Leben ab ;-)
Liest man sich heute die Nachrichten durch, die heute so über den Ticker laufen, springt eines immer wieder ins Auge. Facebook verklagt StudiVZ! Der Grund? StudiVZ ist eine schlechte Facebook-Kopie und auf den ersten Blick unterscheidet die beiden Social Networks eigentlich nur die Farbe. Altbekannt, und man fragt sich, warum eigentlich gerade jetzt die Klage?
Eigentlich eine sehr interessante Geschichte, den es gibt durchaus wissenswerte Details dazu:
- Facebook-Vater Zuckerberg wurde selbst immer wieder beschuldigt aus dem Projekt “ConnectU“, was er damals mit Kommilitonen entwickelte, die Idee selbst und auch Code geklaut zu haben, um daraus später Facebook zu machen.
- Die Samwer Brüder, die damals noch als Investoren bei StudiVZ aktiv waren, sitzen seit Januar im Facebook-Boot. Eventuell konnten sie noch wichtige Einzelheiten an FB weiterleiten, kA, ist reine Vermutung.
- Facebook’s Start in Deutschland verläuft mehr als bescheiden. Von daher, imho, ein taktisch guter Zeitpunkt, um den größten Konkurrenten ein bissl unterzubuttern und sogar einen etwaigen preis für StudiVZ in den Keller zu drücken, um still und leise ihn zu übernehmen und schlagartig die Numero Uno in Deutschland zu werden.
Wie gesagt, besser als jede Daily Soap :-)
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