27. September 2009 §
Ich hoffe und glaube, dass jeder, der das hier liest den Sinn des Wählens durchaus kapiert hat. Auch trotz der Dinge, wie Überhangmandate, die man in der letzten Legislaturperiode noch freundlich ignoriert hatte. Aber das Bundesverfassungsgericht hat einer Regierung ja auch noch bis 2011 Zeit gelassen.
Wählen ist wichtig, weil elementar. Also macht es auch einfach und wählt die Kandidaten und Parteien Eurer Wahl, selbst wenn es sich dabei um Gruppierungen handelt die bspw. in diesem Blog oder anderswo nicht sonderlich gut davon kamen. Aber bitte, tut mir bei dieser Gelegenheit einen Gefallen. Wählt nicht die Piraten! Das mag wohl verwirrend klingen. Ich selbst bin Mitglied der Piratenpartei, nach wie vor von unseren Grundprinzipien überzeugt. Zumindest so wie ich sie bis jetzt verstanden habe. Der Banner in der Sidebar ist auch bewusst mit der Bezeichnung “Politisches Zuhause” anstatt mit dem Geplänkel “Wahlwerbung” beschrieben.
Ich möchte in etwa kurz darlegen, wie ich darauf komme so etwas zu sagen. In den letzten Tagen sind, egal ob bei Zeitungen oder Blogs, zahlreiche Artikel über die Piratenpartei erschienen. Entweder halten sich einige von uns naiver- und dummerweise wieder zu sehr in rechten Gefilden auf oder es wird einem Angst und Bange, sollten wir einmal abseits unserer bisherigen Themen entscheiden müssen oder laut FAZ fehlen, wenn es wichtig wird, die Nerds oder Volker Beck vergleicht Programme der Piraten und der Grünen mit einer Aussagekraft eines neuen Hammers, denn wer letztendlich was irgendwann einmal umsetzt, wird selbstredend nicht angesagt (wobei ich allerdings auch nicht darauf poche, es würde definitiv die Piratenpartei sein). All diese Artikel könnten mich in meiner Entscheidung und bzgl. meines Wahlaufrufes sehr nachdenklich gemacht haben. Größtenteils habe ich aber nur damit zusammenhängende oder ganz andere (nicht geordnete) Gründe, warum ich eben möchte, dass diese Partei heute nicht gewählt wird. » Lies das Ende des Artikels «
30. Juni 2009 §
Das lasse man sich einmal auf der Zunge zergehen. Bei den Buchtagen Berlin 2009 lud der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am 18. Juni zum Kongress. Soweit so unbedeutend, mal abgesehen vom Philosophieren über den Buchbindungspreis.
Als Redner stand unter anderem Herr Werner Dohr, vom LKA Nordrhein Westphalen, Spalier und hatte eine Mission. Er wollte all den Anwesenden die Dimension von Piraterie veranschaulichen. Nun muss man noch wissen, Kulturschaffende sind bei solchen Terminen seltener präsent, die Verleger und sonstige Verwerter sind die Zuschauer.
Ich rate wirklich jedem einmal, sich den Vortrag von Herrn Dohr anzuhören. Ich würde es nicht mal als wirklich lohnenswert bezeichnen, aber wie sagt das Sprichwort “Wie süß ist es, den Feind zu bemitleiden, den wir nicht mehr fürchten.” » Lies das Ende des Artikels «
22. Juni 2009 §
Gestern Abend ist im Heise Forum ein Beitrag erschienen, der, durch einfache Recherche, zur Person Jörg Tauss einiges zu sagen hat.
Ich mag den Link an dieser Stelle vorerst nicht weiter kommentieren, aber der Schreiber hat in der Tat Recht, dass da einige Dinge nicht zusammen passen. Egal ob man Tauss’ eigene Aussagen, die entsprechende Medienberichterstattung oder prickelnde Details zur Immunitätsaufhebung dazu heranzieht.
21. Juni 2009 §
Wenn man sich in der Öffentlichkeit erklärt, muss es irgendeine Art von Motivation dafür geben. Wofür macht man sich schließlich sonst die Arbeit, oder? Dass diese Motivation sowohl intrinsischer als auch extrinsischer Natur entstammen kann, spielt zunächst keine Rolle. Es geht zunächst nur einmal um diese Feststellung im Allgemeinen.
Am 18. Juni wurde über das Zugangserschwerungsgesetz und damit der de facto Errichtung einer Zensurinfrastruktur im Internet in Deutschland im Bundestag abgestimmt. Insbesondere die Grünen zeigten dabei ein, na sagen wir mal, uneinheitliches Bild. 33 Stimmen haben dagegen gestimmt, jedoch insgesamt 15 Stimmen enthielten sich komplett. » Lies das Ende des Artikels «
18. Juni 2009 §
Am Dienstag lief die Mitzeichnungsfrist für die Online-Petition gegen die Indizierung und Sperrung von Internetseiten aus. Sie schloss mit 134.014 Mitzeichnern ab und ist damit, wie man schon an anderen Ecken und Kanten lesen konnte, die erfolgreichste Petition aller Zeiten in unserer Republik. Sie schlägt damit die bis dato bekannte Rekordmarke der Petition zur Halbierung der Besteuerung von Diesel und Benzin um glatte 5820 Zeichnungen.
Ich muss es offen zugeben. Das Ergebnis überraschte mich, da ich mit diesem Achtungserfolg nicht gerechnet habe. Zwischendurch schien es sogar so, dass sich die Anzahl derer, die sich gegen die Idiotie und das Wahlkampfgetöse der Frau von der Leyen wehren wollten, sich irgendwo bei 80.000 und ein paar Zerquetschten einpendelte. Der letzte Push, der von vielen Blogs und von Microbloggingdiensten bzw. das Echo, das von den Medien insgesamt nochmal kurz vor der Frist statt fand, sorgte dafür, dass es nochmal so richtig rund ging. Das ist durchaus ein Grund auf die Internetgemeinde stolz zu sein. Es existiert eine Gruppe, die mehr als jede andere, Chancen und Risiken des Internets aufgrund der eigenen Medienkompetenz einschätzen kann. Ganz im Gegensatz zu vielen Bundestagsabgeordneten und insbesondere den Regierungsmitgliedern. » Lies das Ende des Artikels «