Wessen Zeit?

13. Juli 2009 § 4

Irgendwie lässt mich die Sache mit Vodafone, gerade nach Chris’ letztem zusammenfassenden Kommentar, nicht in Ruhe.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso eher fällt mir nur noch ein Wort dafür ein: Schade. Und das in jedweder Hinsicht.
Ob jemand nichts begriffen hat und Werbung für besagtes Unternehmen auf seinem Blog schaltet oder ob es eine Kampagne gewesen wäre, die das erste Mal großspurig im Web fährt. Schauen wir einmal über die ganze Verworrenheit mit Zensursula einfach hinweg, auch wenn das nicht leicht ist.

Es ist noch gar nicht mal so schwer, die wesentlichen Dinge zu erkennen. Es geht schlicht und ergreifend um und über Kommunikation. Die Krux ist, es werden immer noch Analogien erkannt, wo keine sind. Ok, wenn eine schicke Dame auf dem Plakat mir ihr Antlitz entblößt, dann finde ich das recht nett, keine Frage ich bin immer noch ein Mann, und mit meinem Fernseher rede ich, bzw. eigentlich schreie ich ja, und dann kriegt er eins hinten drauf, wenn die Dreckskiste mal wieder nicht will wie ich. Aber im Web geht es doch um soviel mehr, Gott verdammt! Wenn man schon Analogien ziehen möchte, dann darf man diese zwischen dieser Kampagne und vielen anderen Corporate Blogs, Unternehmer-Twitter-Accounts und anderem Firmen-Social-Media Gedöhns nun ziehen. » Lies das Ende des Artikels «

Die Freudenmädchen am Kai

12. Juli 2009 § 7

Wie ist das eigentlich so, als PIRAT? Ich würde sagen, es fühlt sich nichtsdestotrotz gut an. Das Schiff ist doch durchaus komfortabel. Hier und da entstehen echte Freundschaften, manchmal wird sich gekloppt, und auch wenn ich der Meinung bin, dass der ein oder andere über die Planke gehört, im Großen und Ganzen ist es ein solide Schiffscrew auf die man sich verlassen kann.

Allerdings haben wir ein Problem. Eine Gruppe, die ich in meinem letzten Logbucheintrag noch nicht erwähnt hatte. Es sind die Freudenmädchen auf die man spätestens trifft, wenn mal wieder am Kai wegen Proviant angelegt werden muss. Manche von uns geben sich mit ihnen ab. Mal nur ganz kurz im Gespräch, mal für etwas länger. Ich bin ehrlich, mir sind diese Personen suspekt. Ich muss auch nicht an jedem Hafen Eine stehen haben. Noch dazu sind diese nicht sonderlich integer. Sie kennen nur aus Erzählungen unseren Codex, und das wofür wir gemeinsam einstehen, was wir gemeinsam erreichen wollen, was unser Ziel ist, auf welches wir zufahren. Unsere Gegner erahnen sie scheinbar nur vom Hören/Sagen. Aber wahrscheinlich vernebelt die viele Kundschaft ihnen auch nur das Hirn, so dass sie sich nicht immer so genau an alles erinnern können. Außerdem, sie verkaufen sich schlicht weg. Manche zählen sie als Mitglieder zu unserer Crew dazu. Ich nicht. Für mich sind sie schlimmer als Mitläufer. » Lies das Ende des Artikels «

Lesenswert Vol.7

06. April 2009 § 0

  • “Ich habe meinen Job verloren” – Gute Detailbetrachtung dessen, was uns wahrscheinlich wegen Wirtschaftskrise noch bevorsteht und von dem wir immer noch nichts ahnen (wollen).
  • Das Prinzip Führung – Eigentlich nichts neues was da beschrieben wird. Merkel führungsschwach, Obama will weltweite Führung übernehmen. Aber wie das ganze aufgefasst und begründet wird, so etwas Enthüllendes habe ich auf dem Freitag auch länger nicht mehr gelesen. Es werden nur Prinzipien gesetzt, aber Probleme nicht wirklich angegangen.
  • Rundumschlag zum Amtsantritt – “Nein zum Rückzug aus den Golanhöhen, Nein zum Annapolis-Prozeß, Ja zur der Entwaffnung der Hamas.” Und JA zum weitergeführten Nahost-Konflikt.
  • Facebook Completes Rollout Of Haystack To Stem Losses From Massive Photo Uploads – Schon der Satz, dass bis 2010 mit keinem positiven Cash Flow zu rechnen ist, sagt viel. Weiter zum Thema Facebook auch bei Exciting Commerce und das Testen einer eigenen Web-Währung. Allerdings muss man sich da auch noch mehr einfallen lassen, bis man das Geschäftsmodell nennen kann.
  • What does better mean? – “Marketingphilosoph” Seth bringt es mal wieder auf den Punkt. Na wer sagt, was besser ist? ;-)

Oh mein Gott, Facebook wirbt!

21. April 2008 § 1

UPDATE: Hm, die Werbung ist wohl mittlerweile entfernt worden. Ob Google oder Facebook, jemand scheint wohl auf die negativen Reaktionen reagiert zu haben.

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Auf die Gefahr hin, dass ich mich äußerst unbeliebt mache, ich kann die Aufregung um Facebook und deren Werbestrategie im Moment nicht so ganz nachvollziehen. Es geht um folgendes:

Über die Eingabe eines Namens in der Suchmaschine Google wird über den hauseigenen Dienst AdWords rechts oder über den Suchergebnissen eine Werbeeinblendung angezeigt, die mit dem eingegebenen Namen für Facebook wirbt. Nun haben einige festgestellt, dass wenn sie ihren eigenen Namen bei Google eingeben, eben auch ihr Name in der Werbung erscheint, und schon regt sich jeder auf.

Zugegeben, Facebooks Maßnahme ist extrem dreist, ohne wenn und aber. Aber viele Leute schreiben, dieser Schritt geschehe ohne ihr Einverständnis. Falsch! Spreeblick beschreibt bereits in einem eigenen Artikel (zweiter Absatz), warum dieses Vorgehen mit den Nutzungsbedingungen durchaus einher geht.

Also erstens, geschieht es mit dem Einverständnis des Benutzers, und zwar wenn der Button zur endgültigen Anmeldung betätigt wird. Schließlich bestätigt man ja, dass man Nutzungsbedingungen und Datenschutzbestimmungen gelesen und akzeptiert hat. Daher ist das momentane Geschrei imo mindestens genauso dreist. Den Schwarzen Peter sollte man auch zumindest zu einem Teil sich selbst zu schieben.

Des Weiteren muss man doch einsehen, dass die Registrierung in einem Social Network und das Ausfüllen des eigenen Profils eine gewisse Offenbarung a la “Macht euch nackig!” als Konsequenz hat. Durch die Datenschutzbestimmungen wird festgelegt, wie die Daten gespeichert werden, was gespeichert wird, und dass sie eventuell auf eine Art und Weise verwendet werden dürfen. Und das macht eben gerade Facebook. Und seien wir mal ehrlich, wäre es nicht Facebook gewesen, hätte jemand anderes den Anfang gemacht.

Wo bin ich?

Du siehst hier alle Artikel mit dem Schlagwort marketing auf dem Blog Rebellenidyll.