Da sitz ich jetzt, fast zwei Tage nun, mit meinem neuen MacBook.
Nachdem ich sehnsüchtig am Donnerstag, später Nachmittag, auf den Postboten wartete, der mir das weiße Etwas brachte, bin ich einfach glücklich mit dem Teil. Habe mir das mittlere Modell bestellt, 2,4 GHz, 2 GB RAM, SuperDrive Laufwerk, usw.
Ich muss zugeben, ich bin etwas naiv an die Sache rangegangen. Davor habe ich alles in allem zusammengerechnete 30 Minuten an einem Mac-Gerät gesessen. Hatte nur immer wieder die Empfehlung von Freunden bekommen, wie toll die Dinger doch sind. Na ja, das sie toll sind weiß ich auch so schon. Das Netz ist ja unerschöpfich. Aber davor zu sitzen ist eben doch nochmal was ganz anderes. Ich bin einfach begeistert!
Die Umgewöhnung habe ich dennoch etwas unterschätzt. Ich bin vor einiger Zeit schon, von Windows auf Linux, besser gesagt, openSUSE, gewechselt (was ich auch nach wie vor empfehlen kann, allein schon der wegfallenden nervlichen Belastung von Windoof wegen), trotzdem bin ich noch nicht vollständig firm mit der Bedienung. Klar, die meisten Shortcuts sind ein klein wenig anders, das Fenstermanagement ist völlig verschieden aufgebaut – Taskleiste in der bisherigen Form adé sag ich da nur – aber das ist nur eine Arbeitsumstellung. Damit kann ich gut leben, bzw. es klappt von Tag zu Tag besser, so dass ich auch produktiv damit arbeiten kann.
Und was soll ich sonst sagen?? Dieser Klapprechner macht einfach optisch was her. Selbst zugeklappt lächelt mich dieses Glänzend-Weiße an :-)
Das einzige, was mich noch gar nicht anmacht, ist iTunes. Ist zwar ganz nett, um den iPod ordentlich zu verwalten, das ging aber so die ganze Zeit schon mit amaroK. Nun ja, die erste amaroK Stable-Version 2.0 lässt ja nicht mehr alzu lange auf sich warten und wird auch für den Mac zu haben sein. Bis dahin muss ich es eben noch aushalten, dass mir iTunes die ganzen Tags zerschießt.
Alles in allem macht es mir aber richtige Freude an diesem Gerät zu schreiben, zu lesen und Spaß zu haben. Diese Art von Ergonomie sollte man bei meiner momentanen Diplomarbeit auch nicht vergessen. Denn ich mag nach 8-10 Stunden Arbeit nicht gestresst vom Schreibtisch aufstehen. Ich muss immer noch Saft für anderen Dinge haben. Und so wie mich mein altes Notebook auf seine letzten Tage nochmal arg gestresst hat, war das nicht mehr drin.
Mal schauen, wann ich hier zum ersten Mal genervt werde, vermutlich selten ;-)
Ich war ja immer Fan von diesen gelben, selbstklebenden Notizzetteln. Einfach eine Idee, eine kleine To Do-Liste, Rezepte oder was auch immer. Einfach notieren und irgendwo hinpappen. Zeitweise war mein Monitor damit behangen wie ein Weihnachtsbaum bis ich anfing solche Sachen in kleinen Notizprogrammen auf meinem Notebook zu sammeln. Unter Windows gibts ja da die große Auswahl. Da ich aber schon seit nem halben Jahr nur noch Linux produktiv nutze, tat ich mir da immer ein bissl schwer. KNotes für die KDE-Oberfläche sagte mir nie so recht zu. Zu wenige Einstellungsmöglichkeiten und sonderlich schick sahen die Zettel auf dem Desktop auch nicht aus. » Lies das Ende des Artikels «
Da war doch mal wieder ne Steigerung drin. Für den jenigen, der sich überhaupt für solche Zahlen interessiert, ein paar Statistiken bezüglich der Downloads von openSUSE 11.0:
Das Datenvolumen betrug innerhalb der ersten 30 Stunden (warum gerade 30?) sagenhafte 163 TB! Es gab eine Steigerung von 63% Prozent, was die Downloads angeht. Dabei wurde mit Abstand am häufigsten das DVD-Image (i386) heruntergeladen.
Quelle: openSUSE
Ich ziehe immer noch die openSUSE 11.0 DVD-ISO über Torrent (atm 61%) und freu mich wie Sau aufs Update. Ich glaube, es ist das erste Betriebssystem, das sich schon alleine wegen des Installationsmenü lohnt ;-)
Mal Spaß beiseite, ich glaube einige haben immer noch den Versionssprung von 9.3 auf 10.0 im Kopf, der durchaus zu wünschen übrig ließ und anfangs ein wenig enttäuschte. Aber es gibt viele Gründe, die das Update rechtfertigen, da die wichtigsten “Kern”-Bestandteile größtenteils große Änderungen erfahren haben (siehe z.B. KDE oder Zypper).
Ben Kevan bloggt in einer ganzen Reihe von Artikeln in Bezug auf den neuen Release und rechtfertigt als erstes, wie eben beschrieben, warum man auf 11.0 springen sollte. Des Weiteren stellt er ein paar nette Punkte auf, die man durchaus nach der Installation berücksichtigen kann und vergleicht final openSUSE 11.0 mit Ubuntu. Obwohl ich da sagen muss, ob Ubuntu oder openSUSE, das soll jeder nach seiner Facon und seinem Gusto selbst entscheiden.
Da habe ich beinahe den Release von openSUSE 11.0 verpennt. Gott sei dank hat mich die Bannerwerbung in meinem Blog drauf aufmerksam gemacht :-)
Aber im Moment habe ich keine Chance auf die offizielle Seite zu kommen. Scheint wohl vollkommen überladen zu sein. Na dann halt später oder woanders saugen.