Gestern lief bei Zapp ein relativ guter Beitrag über die heftigen Proteste gegen Sperrungen im Internet, unter anderem mit Christian Bahls von Mogis, Missbrauchsopfer gegen Internetsperren, und Franziska Heine, diejenige die die erfolgreiche Online-Petition einreichte. Mittlerweile gibt es ihn auch auf YouTube und kann weiter verbreitet werden.
Zapp über Netzsperren
21. Mai 2009 § 4
Selbstbeweihräucherung
13. Mai 2009 § 0
Im Provinzblog ist ein sehr richtiges Kommentar zu lesen, welches seltsames Demokratieverständnis der Politik die momentane Debatte um die Netzsperren zu Tage fördert. Natürlich spielen hier auch wieder Frau von der Leyen und Herr zu Guttenberg die Rolle der Protagonisten. Beschäftigt man sich aber mal eine Weile mit den ganzen tollen, feschen Partei-Communities im Web, so stellt man schnell fest, dass sich das wohl auf eine breite Masse der Politikerkaste übertragen lässt.
Bis die Frischzellenkur für die Demokratie, so wie sie Herr Spreng vor ein paar Wochen forderte, kommt, und zwar vor allem das Netz als Partizpationsmedium in der Politik werden wir noch mindestens bis zur nächsten Generation warten müssen. Die, die jetzt da oben sitzen, wollen es schlicht weg nicht. Sobald etwas zum eigenen Nachteil gereicht, wird die Gemeinde, die mit diesem etwas besonders bewusst lebt einfach gebrandmarkt, als Unterstützer von Kinderpornographie.
Derweil setzt die Organisation MOGIS das nächste Ziel für die Online-Petition.: 128.194. Die Petition zur “Halbierung der Besteuerung von Diesel und Benzin” war die bisher erfolgreichste. Das sollten wir toppen und diese Hürde scheint mir bei aktuellen 77.025 Mitzeichnern durchaus realistisch.
Also, sofern Ihr immer noch nicht unterschrieben habt, tut der Netzgemeinde und im Grunde genommen Euch selbst den Gefallen und unterzeichnet.
Es gärt.
10. Mai 2009 § 0
Cem hat gestern Gedanken zum Aufbruch der Generationen niedergeschrieben und ich fühle mich irgendwie angetrieben zu dieser Thematik meine Meinung darzustellen.
Die aktuelle Situation ist mehr als klar. In Zeiten von Zensursula, Paintball-Verbot und dem Verfahren gegen Pirate Bay ist Widerstand dagegen wahrnehmbar. Obwohl, es hat natürlich nicht erst da alles angefangen. Spätestens seit der Vorratsdatenspeicherung (ein Thema, das im Übrigen während der Netzzensur-Debatte meiner Meinung nach viel zu kurz kommt, schließlich steht da noch eine Entscheidung aus) hat sich, milde ausgedrückt, Unzufriedenheit und Furcht aufgetan. Abseits vom Netzleben haben wir die weltweite Wirtschaftskrise, die sich schon längst nicht mehr nur vor der Haustür abspielt. Anscheinend wird glücklicherweise immer mehr Menschen klar, dass es so nicht weitergehen kann, wie manche Dinge bisher geregelt waren und was definitiv nicht die Antwort auf viele Probleme sein kann. Es muss etwas getan werden und nur Meckern bringt einen selbst und das Kollektiv nicht weiter. Und viel wichtiger noch. Man sieht eine Chance für den Aufbruch. Es gärt. » Lies das Ende des Artikels «
Dann geh doch nach China!
06. Mai 2009 § 0
Es gibt Tage da frage ich mich bei meiner täglichen Medienlese, ob es nicht einem Wunder gleicht, dass die FAZ überhaupt einen Online-Ableger unterhält. Oft genug drischt sie in dem mehr als lächerlichen Kampf Blogger vs. Journalisten1 auf die Netzgemeinde ein, gibt sich gar in manchen Fragen internetfeindlich.
In dieser Mentalität kommt auch heute mal wieder ein Artikel von Stefan Tomik daher. Schon in der Überschrift wird klar, was einem in seinem Inneren zu widerfahren hat. Zum in den letzten Tagen vieldiskutierten Thema Internetsperren heißt es da “Von China lernen”. Insofern könnte ich ähnlich inkompetent auch beim Thema Menschenrechte “Von Adolf Hitler und Josef Stalin lernen” als Parole einwerfen. » Lies das Ende des Artikels «
- Dieser Kampf ist deshalb so lächerlich, weil sich keine der beiden Seiten auf ihr Stärken besinnen kann, um sich entsprechend gegenseitig zu ergänzen. Allerdings gelingt es der FAZ jedes Mal dieser Auseinandersetzung noch das Krönchen aufzusetzen [↩]
Man sollte eher erstmal sich mit seiner eigenen Naivität beschäftigen und die abbauen, statt sich gegen irgendwas zur Wehr zu setzen.