Facebook: Ein Tummelplatz für Nazis

14. April 2009 § 0

Lanu hatte schon vergangenen Sonntag etwas in diese Richtung angedeutet, woraufhin ich nach ein paar Suchen mit verschiedenen einfachen Begriffen schockiert darüber war, was man bei Facebook an braunen Profilen, Fanseiten und Gruppen finden kann. Obwohl die Tatsache nicht weiter verwunderlich ist, man erinnere sich an den braunen Sumpf bei StudiVZ.

Ich wollte dennoch mal abwarten, was von lanu dies bzgl. noch kommt. Da bei Facebook wohl deutsche Ansprechpartner regelrechte Mangelware sind, hat sie nun einen offenen Brief an die Samwer-Brüder, die bekanntermaßen Facebook-Investoren aus deutschen Landen sind, veröffentlicht.

Dort werden eine ganze Reihe von Forderungen gestellt, da entsprechende Straftatbestände erfüllt sind. Denn man kann sich nicht darauf berufen, dass für Facebook Deutschland kein deutsches Recht gelte. Bei einer Volksverhetzung bspw. spielt nicht der Ort des Hostings eine Rolle, sondern ob Entsprechendes in Deutschland im Netz abgerufen werden kann.

Darüber hinaus befindet sich bei BooCompany eine Auflistung von circa 200 Beispielen, die vom braunen Sumpf zeugen.

Lesenswert Vol.7

06. April 2009 § 0

  • “Ich habe meinen Job verloren” – Gute Detailbetrachtung dessen, was uns wahrscheinlich wegen Wirtschaftskrise noch bevorsteht und von dem wir immer noch nichts ahnen (wollen).
  • Das Prinzip Führung – Eigentlich nichts neues was da beschrieben wird. Merkel führungsschwach, Obama will weltweite Führung übernehmen. Aber wie das ganze aufgefasst und begründet wird, so etwas Enthüllendes habe ich auf dem Freitag auch länger nicht mehr gelesen. Es werden nur Prinzipien gesetzt, aber Probleme nicht wirklich angegangen.
  • Rundumschlag zum Amtsantritt – “Nein zum Rückzug aus den Golanhöhen, Nein zum Annapolis-Prozeß, Ja zur der Entwaffnung der Hamas.” Und JA zum weitergeführten Nahost-Konflikt.
  • Facebook Completes Rollout Of Haystack To Stem Losses From Massive Photo Uploads – Schon der Satz, dass bis 2010 mit keinem positiven Cash Flow zu rechnen ist, sagt viel. Weiter zum Thema Facebook auch bei Exciting Commerce und das Testen einer eigenen Web-Währung. Allerdings muss man sich da auch noch mehr einfallen lassen, bis man das Geschäftsmodell nennen kann.
  • What does better mean? – “Marketingphilosoph” Seth bringt es mal wieder auf den Punkt. Na wer sagt, was besser ist? ;-)

Facebook rudert zurück

18. Februar 2009 § 0

Ich hatte die letzten beiden Tage über die Geschehnisse rund um Facebook und deren geänderten Nutzungsbedingungen berichtet. FB-Gründer Zuckerberg kam kurze Zeit später mit einem lächerlich anmutenden Blog-Eintrag daher, in dem er die ebenso lächerlichen Gründe für die Änderungen der Nutzungsbedingungen offen legte. » Lies das Ende des Artikels «

Papa, wenn ich groß bin, werd ich giftig. (Nachtrag)

16. Februar 2009 § 0

Nachtrag: Mark Zuckerberg will uns jetzt weiß machen, dass jeder seine Informationen selbst besitzt und kontrolliert. Der Grund für die Änderung der Nutzungsbedingungen war unter anderem, dass Einträge eines Users, bspw. ein Pinnwand-Eintrag bei einem zweiten User weiterhin bestehen bleibt, selbst wenn der Schreiber seinen Account irgendwann löscht. Ja ja, vergackeiern können wir uns selbst, Herr Salztal!
BooCompany hat in der Zwischenzeit ein kleines Video zum XING-(Ver)fall gepostet.

Einmal mehr stimmt die Aussage, wenn etwas einen gewissen Markt beherrscht und zum Quasi-Monopolisten aufsteigt, vergiftet es sich mit der Zeit selbst. Zusätzlich trifft aufgrund vieler Vorkommnisse der Wahrheitsgehalt dieses Satz in der wunderbaren Welt des Web 2.0 besonders zu.
Beispiele erwünscht? Zwei derer darf man aktuell anführen: » Lies das Ende des Artikels «

Twitter integriert (sich)

15. Dezember 2008 § 0

Vor kurzer Zeit wurden die Dienste Friend Connect von Google und Facebook Connect, natürlich von FB, für die Öffentlichkeit verfügbar.

Da wurde doch glatt heute bekannt, dass Twitter Friend Connect integriert. So ist mit einem Google-Account das Registrieren bei Twitter vereinfacht und umgekehrt kann mit dem eigenen Twitter-Account auf Dienste im Friend Connect Verbund zugegriffen werden. Für den Nutzer an sich auf den ersten Blick durchaus eine nette Sache.

Schon behauptet aber alle Welt, Twitter würde sich für Friend Connect und damit für Google und gegen Facebook entscheiden. Also erstens, wurde das nirgends behauptet, zweitens hat Evan Williams, seines Zeichens Twitter CEO, diese Aussage als Bullshit kommentiert. Wörtlich heißt es:

For the record: Twitter did not “choose Google, not Facebook.” We’re working with both. We have more to do on the FB side before launch.

Allerdings wird dieses vorerst vollendete Werk dann einen schweren Schlag für Openmicroblogging darstellen, so wie das auch Cem auf dem Blog der MBC09 andeutet. So öffnet sich mit Google- oder FB-Account für den Nutzer das Microblogging-Tor, in Form von Twitter. Erst recht wirds für den Twitterer selbst praktikabel, dem beide Seiten offen stehen. Aber halten wir mal den Ball flach. Es wird sich zeigen, wie sehr von den Connect-Diensten mit ihrer Brücken-Funktion wirklich Gebrauch von den Nutzern gemacht wird. Zumindest anfangs.

Wo bin ich?

Du siehst hier alle Artikel mit dem Schlagwort facebook auf dem Blog Rebellenidyll.