11. Juni 2009 §
Bei buettchenbunt findet sich ein sehr gut geschriebener Text über die aktuelle Lage der Content-Mafia im Kontext der aktuellen Gespräche bzgl. der Zensurvorhaben der Regierung.
Nachdem die Berliner Regierung sich anschickt, die grundgesetzwidrigen Zensurgesetze zu verabschieden, die bezeichnenderweise vom Wirtschaftsministerium verantwortet werden, wittern jene Morgenluft, denen der freie Austausch von Kulturgut seit je ein Dorn im Auge war. Nachdem es die Musikindustrie geschafft hat, ihre wirtschaftlichen Interessen über den grundgesetzlich garantierten freien Meinungs- und Informationsaustausch zu stellen und damit Millionen von Menschen, die sich eine Kopie ihrer gekauften Musik anfertigen und diese mit Freunden tauschen wollen, kriminalisiert hat, war das Nachziehen der Verleger nur eine Frage der Zeit.
Jetzt wollen also auch die Verleger an allen Daten, die auf gedruckten Werken beruhen, finanziell beteiligt sein.
Im Artikel selbstverständlich auch genannt, ist die skandalöse Meldung, die gestern bei heise zu lesen war. Dort wird der stellvertretende, wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundesfraktion, Martin Dörmann dazu zitiert, warum das Gesetzesvorhaben auch wichtig sei. Es ist mehr als abenteuerlich, dass man bzgl. der Vereinbarung von Zensursula mit fünf großen Providern selbst rechtsstaatliche Bedenken hat, aber dann im nächsten Schritt dieser Aktion eine gesetzliche Grundlage verschaffen will.
Auch wenn nicht mehr allzu viel Hoffnung bleibt. Die Provider sollten ihre wichtige Rolle endlich verstehen und annehmen und anfangen vernünftig und verantwortlich zu agieren. Es tanzen schon genügend Puppen in Deutschland.
08. Juni 2009 §

Bildquelle
Bis in die späten Abendstunden habe ich das gestrige Wahlgeschehen verfolgt. Fernseher und Notebook liefen parallel. Das kommt bei mir äußerst selten vor. Insbesondere das Ergebnis der Piratenpartei, für die ich auch meine Stimme vergangene Woche schon per Briefwahl abgegeben hatte, habe ich intensiv verfolgt. Die Meldungen auf Identi.ca und Twitter überschlugen sich teilweise. Minütlich neue Wasserstandsmeldungen, wo die Piraten wie viel Prozent errangen. In den Mailinglisten der Piratenpartei ein ähnliches Spiel. Selbst im Kontakt mit Kollegen und Freunden via Instant Messaging ging es scheinbar um das “Wer bietet mehr?”. Zugegeben, ich war selbst ziemlich euphorisiert.
Schlussendlich war das vorläufige, amtliche Endergebnis bekannt: 0,9% oder 229.117 Stimmen. Auch nicht ganz unwichtig bzgl. der Parteifinanzierung. In meinem Wahlbezirk, Zweibrücken (Stadt), sogar 1,1%, immerhin 128 Stimmen. » Lies das Ende des Artikels «
04. Juni 2009 §
Wenn ich so für mich ganz persönlich sinniere, was mir an diesem Land gefällt und missfällt, komme ich unweigerlich, ohne über Los zu ziehen, auf ein Thema. Etwas, eine Idiotie, die ich bisher nicht verstehen konnte. Der Kontext, der mir verdeutlicht, dass dieses Land aber auch diesem Grunde bisher funktionierte ist mir noch umso unverständlicher.
Ich kann mich sehr gut an eine Situation vor zwei, drei Jahren erinnern. Eine gute Freundin beichtete mir gegenüber voller Scharmesröte, dass sie anderen, Personen mit denen wir beide befreundet sind, erzählte, dass ich ES nicht habe. Woraufhin ich nur dachte: “Aha, und weiter!?”
Ja, richtig, ich habe keinen Führerschein. Ich bekenne mich schuldig, im Sinne der Anklage. Ich habe mich noch nie hinter ein Lenkrad positioniert und gleichzeitig ein angelassenes, motorisiertes Bröööömmmbömbömbömm unter meinem Hintern gehabt. Komischerweise, und dadurch, dass ich längere Zeitabschnitte in England und Schweden bisher verbringen durfte, lernte ich, dass ich genau hier, in Deutschland, ein schlechterer Mensch deswegen bin. Ein Mann zweiter Klasse. » Lies das Ende des Artikels «
29. November 2008 §
Mein gestriger Freitagabend fand dieses Mal vor dem Fernseher statt. Filmchen gekuckt und dann die, wie üblich an diesem Wochentag, statt findenden Talkshows in den dritten Programmen geschaut. Das Schmankerl sollte aber noch folgen. » Lies das Ende des Artikels «
30. Juni 2008 §
Die Übertragung zur Ankunft und Beweihräucherung der deutschen Nationalmannschaft hat kaum begonnen, da muss ich schon wieder abschalten, weil mir die Galle hoch kommt.
Was gibt es für Gründe diese Mannschaft zu feiern? Sie ist glücklich ins Finale eingezogen und hat eine der schlechtesten Leistungen im Endspiel dann zum Besten gegeben. Kurze Begrüßung und ein “Herzlich willkommen daheim” könnte ich noch nachvollziehen, aber das ist ja schon echt besorgniserregend.
Auch dank Event-Fans, entwickeln wir uns langsam aber stetig zum Schalke 04 der Nationalmannschaften. Jedes Mal dieses Gelaber a la “Meister der Herzen” etc. Haben die, die denn gerade am Brandenburger Tor stehen keine Arbeit??