Vor ein paar Tagen war ich auf dem Amt. Ich musste zum Bürgerbüro, dachte ich zumindest. Es ging um beglaubigte Fotokopien und nebenbei noch anderem Kleinkram.
Die Mittagspause war zumindest für die Wartenden gerade für beendet erklärt worden und, immerhin, ein Büro war wieder geöffnet. Ich agierte nach dem altbekannten Muster, das man mir antrainiert hat. Anklopfen – kurze Sekunde warten – Tür öffnen – Gegenüber anlächeln und begrüßen – warten, bis einem der Platz angeboten wird – hinsetzen – Text aufsagen – Reaktion abwarten. Ok, wie üblich lief diese Beinahe-Kausalitätskette nicht so reibungslos wie in der Theorie ab, denn ich unterbrach die Sachbearbeiterin in ihrem Mittagsschwätzchen mit ihrer Kollegin. Für diesen Affront kassierte ich von beiden Anwesenden die Blicke, die nur ein dämonisches “Was willst Du?” bedeuten konnten. Das deutsche Beamtentum hat es soweit kommen lassen, dass ich mich in der Tat gefragt hatte, was ich mir eigentlich in dem Moment erlaubt hatte. » Lies das Ende des Artikels «
Man sollte eher erstmal sich mit seiner eigenen Naivität beschäftigen und die abbauen, statt sich gegen irgendwas zur Wehr zu setzen. 
