Die Scham in der Akustik

16. Juli 2009 § 0

Vor ein paar Tagen war ich auf dem Amt. Ich musste zum Bürgerbüro, dachte ich zumindest. Es ging um beglaubigte Fotokopien und nebenbei noch anderem Kleinkram.

Die Mittagspause war zumindest für die Wartenden gerade für beendet erklärt worden und, immerhin, ein Büro war wieder geöffnet. Ich agierte nach dem altbekannten Muster, das man mir antrainiert hat. Anklopfen – kurze Sekunde warten – Tür öffnen – Gegenüber anlächeln und begrüßen – warten, bis einem der Platz angeboten wird – hinsetzen – Text aufsagen – Reaktion abwarten. Ok, wie üblich lief diese Beinahe-Kausalitätskette nicht so reibungslos wie in der Theorie ab, denn ich unterbrach die Sachbearbeiterin in ihrem Mittagsschwätzchen mit ihrer Kollegin. Für diesen Affront kassierte ich von beiden Anwesenden die Blicke, die nur ein dämonisches “Was willst Du?” bedeuten konnten. Das deutsche Beamtentum hat es soweit kommen lassen, dass ich mich in der Tat gefragt hatte, was ich mir eigentlich in dem Moment erlaubt hatte. » Lies das Ende des Artikels «

Es ist Deine Dunkelheit.

15. Juli 2009 § 4

Die Vodafone-Kampagne erlaubt sich eine Peinlichkeit nach der anderen und verhöhnt dabei Interessierte und Kunden zu gleich, und das noch ziemlich amateurhaft. Man könnte wenigstens die vorgegaukelten Twitter-Accounts sein Eigen nennen.

Als wäre es noch nicht genug, veröffentlichte gestern Alexander Panczuk, seines Zeichens politischer Milchbubi Referent bei Vodafone, eine weitere Reaktion auf die Live-Pressekonferenz auf dem konzerneigenen Blog. Insbesondere der Schlusssatz lässt auf die Attitüde des Providers ganz tief blicken.

Um langfristig zu dem Thema eine sachliche Debatte zu führen, ist es aus unserer Sicht wichtig, den Extremfall Kinderpornographie aus der Diskussion um Internetsperren als erledigt ausklammern zu können.

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Das Peter-Prinzip

15. Juli 2009 § 1


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Wessen Zeit?

13. Juli 2009 § 4

Irgendwie lässt mich die Sache mit Vodafone, gerade nach Chris’ letztem zusammenfassenden Kommentar, nicht in Ruhe.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso eher fällt mir nur noch ein Wort dafür ein: Schade. Und das in jedweder Hinsicht.
Ob jemand nichts begriffen hat und Werbung für besagtes Unternehmen auf seinem Blog schaltet oder ob es eine Kampagne gewesen wäre, die das erste Mal großspurig im Web fährt. Schauen wir einmal über die ganze Verworrenheit mit Zensursula einfach hinweg, auch wenn das nicht leicht ist.

Es ist noch gar nicht mal so schwer, die wesentlichen Dinge zu erkennen. Es geht schlicht und ergreifend um und über Kommunikation. Die Krux ist, es werden immer noch Analogien erkannt, wo keine sind. Ok, wenn eine schicke Dame auf dem Plakat mir ihr Antlitz entblößt, dann finde ich das recht nett, keine Frage ich bin immer noch ein Mann, und mit meinem Fernseher rede ich, bzw. eigentlich schreie ich ja, und dann kriegt er eins hinten drauf, wenn die Dreckskiste mal wieder nicht will wie ich. Aber im Web geht es doch um soviel mehr, Gott verdammt! Wenn man schon Analogien ziehen möchte, dann darf man diese zwischen dieser Kampagne und vielen anderen Corporate Blogs, Unternehmer-Twitter-Accounts und anderem Firmen-Social-Media Gedöhns nun ziehen. » Lies das Ende des Artikels «

Die Freudenmädchen am Kai

12. Juli 2009 § 7

Wie ist das eigentlich so, als PIRAT? Ich würde sagen, es fühlt sich nichtsdestotrotz gut an. Das Schiff ist doch durchaus komfortabel. Hier und da entstehen echte Freundschaften, manchmal wird sich gekloppt, und auch wenn ich der Meinung bin, dass der ein oder andere über die Planke gehört, im Großen und Ganzen ist es ein solide Schiffscrew auf die man sich verlassen kann.

Allerdings haben wir ein Problem. Eine Gruppe, die ich in meinem letzten Logbucheintrag noch nicht erwähnt hatte. Es sind die Freudenmädchen auf die man spätestens trifft, wenn mal wieder am Kai wegen Proviant angelegt werden muss. Manche von uns geben sich mit ihnen ab. Mal nur ganz kurz im Gespräch, mal für etwas länger. Ich bin ehrlich, mir sind diese Personen suspekt. Ich muss auch nicht an jedem Hafen Eine stehen haben. Noch dazu sind diese nicht sonderlich integer. Sie kennen nur aus Erzählungen unseren Codex, und das wofür wir gemeinsam einstehen, was wir gemeinsam erreichen wollen, was unser Ziel ist, auf welches wir zufahren. Unsere Gegner erahnen sie scheinbar nur vom Hören/Sagen. Aber wahrscheinlich vernebelt die viele Kundschaft ihnen auch nur das Hirn, so dass sie sich nicht immer so genau an alles erinnern können. Außerdem, sie verkaufen sich schlicht weg. Manche zählen sie als Mitglieder zu unserer Crew dazu. Ich nicht. Für mich sind sie schlimmer als Mitläufer. » Lies das Ende des Artikels «