Fast zwei Monate habe ich jetzt nichts mehr gebloggt. Meine kleine, private Welt war und ist mir etwas wichtiger als die große, vernetzte. Klar, ich habe mich natürlich weiter informiert, brav meine Lieblingsnachrichtenseiten und -blogs gelesen, mich aber bewusst hier im Blog oder auch auf Identica stumm bzw. sehr leise verhalten.
Es tut gut teils gezwungen teils mehr als einfach nur freiwillig mal auf den Knopf zu drücken, das MacBook MacBook sein zu lassen und sich anderen, auch wichtigen Dingen zu widmen. Um ehrlich zu sein, bei all dem Netzgedöhns, den Pamphleten, den Manifesten, dem Rumgeseiere, den nach außen hin als elitär aussehenden, aber innerlich dümmlichen Schwachsinnigkeiten, es tut gut mal sich etwas vom Netz zu entfernen. Das schärft die Sinne.
Und während mich meine Freundin heute schon den ganzen Tag geradezu liebevoll und echt nervig dazu einlädt mal wieder etwas zu bloggen, noch kurz die drei Gründe für meine vorübergehende Abwesenheit.
- Eben genau diese, meine Freundin. Ist schon witzig, verrückt und bizarr – entweder alles zusammen oder nacheinander – wie sich so etwas entwickelt. Auf jeden Fall bin ich froh drum. Dabei ist es irgendwie anders als jede andere Beziehung zuvor. Intensiver, geborgener, ergänzender.
- Ich bin im selben Ort kurzfristig umgezogen.
- Ich habe vor kurzem endlich mein Diplom und darf mich daher jetzt Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) schimpfen. Und so bin ich nun auf Jobsuche. Etwas wobei ich mich ein bisschen austoben darf.
Und zur Strafe schreibe ich direkt meinen nächsten Artikel, der sowieso noch vor dem morgigen Sonntag raus muss.
Man sollte eher erstmal sich mit seiner eigenen Naivität beschäftigen und die abbauen, statt sich gegen irgendwas zur Wehr zu setzen.
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