Die Vodafone-Kampagne erlaubt sich eine Peinlichkeit nach der anderen und verhöhnt dabei Interessierte und Kunden zu gleich, und das noch ziemlich amateurhaft. Man könnte wenigstens die vorgegaukelten Twitter-Accounts sein Eigen nennen.
Als wäre es noch nicht genug, veröffentlichte gestern Alexander Panczuk, seines Zeichens politischer Milchbubi Referent bei Vodafone, eine weitere Reaktion auf die Live-Pressekonferenz auf dem konzerneigenen Blog. Insbesondere der Schlusssatz lässt auf die Attitüde des Providers ganz tief blicken.
Um langfristig zu dem Thema eine sachliche Debatte zu führen, ist es aus unserer Sicht wichtig, den Extremfall Kinderpornographie aus der Diskussion um Internetsperren als erledigt ausklammern zu können.
Selten waren Unternehmen so transparent. Chapeau! Aus Ihrer Sicht, Herr Panczuk, und aus Sicht des Unternehmens Vodafone wäre das sicherlich wünschenswert. Aber ich möchte Ihnen etwas mitteilen.
Den Gefallen werde ich und mit Sicherheit einige Menschen Ihnen nicht tun. Ist es doch gerade der Punkt, der dieses Unternehmen gerade so unbeliebt erscheinen und der die Kampagne als ekelhafte Anbiederung an die Netzgemeinde mutieren lässt. Allerdings habe ich eine andere Meinung darüber, wer die Zensurdebatte im Netz beendet hat. Das war weder Herr Panczuk oder gar Vodafone. Sie sind nur einem Beispiel gefolgt, dass sie quasi selbst engagiert haben.
Die so genannten Top-Blogger, die mit Hilfe von Adnation, werben und so tun, als wäre nichts geschehen haben die Diskussion für beendet erklärt. Als jemand einmal über die “Morgendämmerung der deutschen Blogosphäre” schrieb, wäre jetzt der geeignete Zeitpunkt über die Abenddämmerung zu philosophieren. Die ganzen bekannten Namen, die so energisch gegen Zensursula gewettert hatten, haben entweder ein Demenz- oder ein moralisches Problem.
Auch wenn ein Johnny Haeusler zumindest den Mumm hat darüber noch einmal einen Post zu verfassen. Aber im Grunde genommen liest sich dies nur als eine Verhöhnung seiner selbst.
Nun gut, es ist so, wie es ist. Die besagten Blogs haben mit einem Schlag die Debatte für erledigt erklärt. Einfach abgehakt. Wie die Eier auf dem Einkaufszettel, die sie in dieser Situation gut hätten gebrauchen können.
Es ist eigentlich ein Wunder, dass noch keiner der Pressefaschisten diese Steilvorlage per Fallrückzieher verwandelt hat. Sonst ist man mit Polemiken über Blogs wesentlich schneller und agiler. Und nun möchte ich mit Vorliebe das nächste in der Blogosphäre heiß diskutierte Politikum erleben und wie sich dabei eine Eigendynamik entwickeln mag. Nur danach lässt sich ein abschließendes Urteil bilden.
(Video via F!XMBR)
Man sollte eher erstmal sich mit seiner eigenen Naivität beschäftigen und die abbauen, statt sich gegen irgendwas zur Wehr zu setzen.
[...] ist Deine Dunkelheit. http://blog.rebellenidyll.de/2009/07/15/es-ist-deine-dunkelheit/ #vodafone [...]
[...] angegriffen und bekam Vorwürfe, letztlich die Zensur zu unterstützen. Die Parallelen werden auch von offensiveren Kritikern als mir [...]
[...] Lobo und Vodafone – Viel Lärm um Nichts? taz.de: Wenn die Zielgruppe sich wehrt Rebellenidyll: Es ist Deine Dunkelheit. Journalistenschredder: 24 Stunden für Vodafone, 24 Sekunden für die Bloggeria Der Web Architekt: [...]
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