Wahlaufruf – aber nicht für die Piraten.

27. September 2009 § 14

Ich hoffe und glaube, dass jeder, der das hier liest den Sinn des Wählens durchaus kapiert hat. Auch trotz der Dinge, wie Überhangmandate, die man in der letzten Legislaturperiode noch freundlich ignoriert hatte. Aber das Bundesverfassungsgericht hat einer Regierung ja auch noch bis 2011 Zeit gelassen.

Wählen ist wichtig, weil elementar. Also macht es auch einfach und wählt die Kandidaten und Parteien Eurer Wahl, selbst wenn es sich dabei um Gruppierungen handelt die bspw. in diesem Blog oder anderswo nicht sonderlich gut davon kamen. Aber bitte, tut mir bei dieser Gelegenheit einen Gefallen. Wählt nicht die Piraten! Das mag wohl verwirrend klingen. Ich selbst bin Mitglied der Piratenpartei, nach wie vor von unseren Grundprinzipien überzeugt. Zumindest so wie ich sie bis jetzt verstanden habe. Der Banner in der Sidebar ist auch bewusst mit der Bezeichnung “Politisches Zuhause” anstatt mit dem Geplänkel “Wahlwerbung” beschrieben.

Ich möchte in etwa kurz darlegen, wie ich darauf komme so etwas zu sagen. In den letzten Tagen sind, egal ob bei Zeitungen oder Blogs, zahlreiche Artikel über die Piratenpartei erschienen. Entweder halten sich einige von uns naiver- und dummerweise wieder zu sehr in rechten Gefilden auf oder es wird einem Angst und Bange, sollten wir einmal abseits unserer bisherigen Themen entscheiden müssen oder laut FAZ fehlen, wenn es wichtig wird, die Nerds oder Volker Beck vergleicht Programme der Piraten und der Grünen mit einer Aussagekraft eines neuen Hammers, denn wer letztendlich was irgendwann einmal umsetzt, wird selbstredend nicht angesagt (wobei ich allerdings auch nicht darauf poche, es würde definitiv die Piratenpartei sein). All diese Artikel könnten mich in meiner Entscheidung und bzgl. meines Wahlaufrufes sehr nachdenklich gemacht haben. Größtenteils habe ich aber nur damit zusammenhängende oder ganz andere (nicht geordnete) Gründe, warum ich eben möchte, dass diese Partei heute nicht gewählt wird. » Lies das Ende des Artikels «

Drei Gründe.

26. September 2009 § 1

Fast zwei Monate habe ich jetzt nichts mehr gebloggt. Meine kleine, private Welt war und ist mir etwas wichtiger als die große, vernetzte. Klar, ich habe mich natürlich weiter informiert, brav meine Lieblingsnachrichtenseiten und -blogs gelesen, mich aber bewusst hier im Blog oder auch auf Identica stumm bzw. sehr leise verhalten.

Es tut gut teils gezwungen teils mehr als einfach nur freiwillig mal auf den Knopf zu drücken, das MacBook MacBook sein zu lassen und sich anderen, auch wichtigen Dingen zu widmen. Um ehrlich zu sein, bei all dem Netzgedöhns, den Pamphleten, den Manifesten, dem Rumgeseiere, den nach außen hin als elitär aussehenden, aber innerlich dümmlichen Schwachsinnigkeiten, es tut gut mal sich etwas vom Netz zu entfernen. Das schärft die Sinne.

Und während mich meine Freundin heute schon den ganzen Tag geradezu liebevoll und echt nervig dazu einlädt mal wieder etwas zu bloggen, noch kurz die drei Gründe für meine vorübergehende Abwesenheit.

  • Eben genau diese, meine Freundin. Ist schon witzig, verrückt und bizarr – entweder alles zusammen oder nacheinander – wie sich so etwas entwickelt. Auf jeden Fall bin ich froh drum. Dabei ist es irgendwie anders als jede andere Beziehung zuvor. Intensiver, geborgener, ergänzender.
  • Ich bin im selben Ort kurzfristig umgezogen.
  • Ich habe vor kurzem endlich mein Diplom und darf mich daher jetzt Diplom-Wirtschaftsinformatiker (FH) schimpfen. Und so bin ich nun auf Jobsuche. Etwas wobei ich mich ein bisschen austoben darf.

Und zur Strafe schreibe ich direkt meinen nächsten Artikel, der sowieso noch vor dem morgigen Sonntag raus muss.

Zensursula mag weiter sperren

02. August 2009 § 0

Ich muss zugeben, ich hab zwar mit solchen Verlautbarungen natürlich gerechnet, allerdings nicht mit dieser Geschwindigkeit. Im Hamburger Abendblatt wird Familienministerin Frau von der Leyen wie folgt zitiert:

Mir geht es jetzt um den Kampf gegen die ungehinderte Verbreitung von Bildern vergewaltigter Kinder. Der Straftatbestand Kinderpornografie ist klar abgrenzbar. Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann. Wo die Würde eines anderen verletzt wird, endet die eigene Freiheit. Welche Schritte für den Schutz dieser Grenzen notwendig sind, ist Teil einer unverzichtbaren Debatte, um die die Gesellschaft nicht herumkommt.

» Lies das Ende des Artikels «

Wahlaufruf auf Amerikanisch und Deutsch

20. Juli 2009 § 3

Ich bin ehrlich. Ich mag Wahlaufrufe nicht besonders. Erstens, ich gehe so oder so wählen. Zweitens, sie sind nicht sonderlich kreativ, ideenlos, haben keine Botschaft, bei der ich mir vorstellen kann, dass sie Nichtwähler wirklich überzeugt.

Aber im letzten Jahr gab es drüben in den Staaten einen wirklich tollen Spot. Simpel, aber gut. » Lies das Ende des Artikels «

Die Causa, die keine mehr ist

19. Juli 2009 § 3

In der Tat, die Causa Bodo Thiesen ist keine mehr. Man verfährt nun schnell & sauber und macht sich nicht mehr weiter die Hände schmutzig. Man entschuldige meine euphemistische Ausdrucksweise, aus der Haltung anderer heraus hat sie aber wohl ihre Berechtigung.

Am 16.07.09 trat der Bundesvorstand der Piratenpartei per Telefonkonferenz zur Sitzung zusammen. Auch wurde in dieser Dreiviertelstunde, wie bekannt, nochmals über Bodo Thiesen und seine Zukunft innerhalb der Partei diskutiert. Bereits Dirk Hilbrecht, ehemaliger Vorsitzender, hatte das Ergebnis dessen verkündet. In der Zwischenzeit gibt es auch eine offizielle Stellungnahme.

Der Bundesvorstand der Piratenpartei hat in seiner Telefonkonferenz am 16. Juli 2009 beschlossen, das Parteimitglied Bodo Thiesen seines Amtes als Ersatzmitglied des Bundesschiedsgerichtes zu entheben. Weiterhin wird ihm zunächst befristet bis Ende September 2010 die Befähigung aberkannt, erneut für ein Parteiamt zu kandidieren. Dies wurde vom Bundesvorstand einstimmig beschlossen.

Der Bundesvorstand beantragt ferner beim zuständigen Schiedsgericht den Ausschluss von Bodo Thiesen aus der Piratenpartei, weil er sich vorsätzlich parteischädigend und satzungswidrig verhalten hat. Dem Antrag auf Parteiausschluss stimmten fünf der sieben Vorstandsmitglieder zu.

» Lies das Ende des Artikels «